DAM richtig nutzen
by Philipp Böhner
Unter dem Titel «2025 is the DAM Year – Save money from the start by better using what you already have» luden Henry Stewart Events (HSE) und CI HUB im Mai zu einem spannenden Webinar ein. Auch wenn das Webinar schon eine Weile zurückliegt, sind die damals diskutierten Herausforderungen heute relevanter denn je. Mit der zunehmenden Geschwindigkeit der Digitalisierung, steigenden Content-Anforderungen und komplexeren Systemlandschaften spüren Unternehmen diese Pain Points noch deutlicher.

Die grössten Herausforderungen im Digital Asset Management in 2025
Das CI HUB Experience Team befragte 190 Teilnehmende – von DAM Owners über Marketing-Teamleiter, Agenturen, Content Manager und Production Artists bis zu IT-Verantwortlichen – aus unterschiedlichsten Bereichen während ihrer Endkunden Onboarding-Sessions zu deren grössten Herausforderungen 2025 im DAM-Umfeld.
Die Ergebnisse zeichnen ein klares Bild:
Systemübergreifende Datenbeschaffung und -bereitstellung (27 %)
Wahrung der Layout-Konsistenz über verschiedene Kanäle hinweg (38 %)
Bereitstellung markenkonsistenten Vorlagen für Personen ohne Grafikkenntnisse (45 %)
Management von Urheberrechts- und Lizenzierungsfragen (51 %)
Sicherstellung einer konsistenten Produktion und Aufrechterhaltung eines stetigen Flusses an ansprechendem Material (54 %)
Der Umgang mit komplexen Prozessen aufgrund der vorhandenen Systemvielfalt (62 %)
Wiederverwendung von Inhalten über verschiedene Kanäle hinweg (71 %)
Bewältigung von Content Overload in Suchergebnissen (74 %)
Informationen bei der Gestaltung und Produktion visuell verfügbar machen (80 %)
Diese Zahlen machen deutlich: Es geht nicht um isolierte Probleme einzelner Teams, sondern um strukturelle Herausforderungen entlang der gesamten Content-Wertschöpfungskette – von der Content-Erstellung, über das Management, die Transformation und Freigabe von Assets, bis hin zur Distribution über unterschiedliche Kanäle und der Analyse ihrer Wirkung.
Die unterschätzte Schlüsselrolle von DAM in Ihrer Digitalisierungsstrategie
Viele Unternehmen verfolgen heute bereits eine Digitalisierungsstrategie, die Customer Journeys abbildet, kanalübergreifend denkt und Prozesse effizient gestalten will. Doch ohne die passende Content-Infrastruktur bleibt diese Strategie oft Stückwerk. Wer es also schafft, seine Umsysteme klug zusammenzuführen, baut die Brücke zwischen Strategie und operativer Umsetzung: Effizienz in den Workflows, Konsistenz in der Markenführung und eine klare Governance bei Lizenzen und Rechten.
Wie Unternehmen durch Integration Silos überwinden
Einer der grössten Effizienz-Killer in Content-Prozessen sind manuelle Zwischenschritte: Dateien müssen heruntergeladen, lokal abgespeichert, weiterbearbeitet und schliesslich wieder hochgeladen werden. Dieser Medienbruch kostet nicht nur wertvolle Zeit, sondern erhöht auch das Risiko von Fehlern, Dubletten oder veralteten Versionen.
Die Lösung liegt in einer konsequenten Integration der Systeme. Dabei lassen sich zwei Ebenen unterscheiden:
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Horizontale Integration sorgt dafür, dass Systeme wie DAM, PIM, CMS oder ERP miteinander verbunden werden. So entstehen durchgängige Workflows ohne Insellösungen.
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Vertikale Integration bringt die Assets direkt in die Arbeitsumgebungen der Mitarbeitenden – ob im Kreativprogramm wie InDesign und Photoshop oder in Office-Tools wie PowerPoint und Word.
Wir bei brix empfehlen dafür die CI-HUB-Integration. Sie verbindet Ihr DAM-System nahtlos mit den täglich genutzten Tools. Assets werden direkt aus dem DAM in InDesign, Photoshop, PowerPoint oder Word eingefügt – automatisch im richtigen Format und immer in der aktuellsten Version. Damit verschwinden Medienbrüche Schritt für Schritt. Das Ergebnis: mehr Effizienz, weniger Fehler und eine deutlich höhere Konsistenz in der gesamten Content-Wertschöpfungskette.
Ein Blick in die Praxis

Wie stark die Vorteile integrierter Systeme sind, zeigt das Beispiel Schweiz Tourismus. Gemeinsam mit CI HUB haben wir die Anbindung des zentralen Digital Asset Management Systems (SAM) an Microsoft Office und die Adobe Creative Cloud umgesetzt.
Die Vorteile auf einen Blick:
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Keine Medienbrüche mehr – Assets stehen direkt in PowerPoint, Word, InDesign oder Photoshop zur Verfügung.
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Automatische Formatumwandlung – selbst speicherintensive TIF-Dateien werden im richtigen Format und in optimierter Grösse eingefügt.
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Einheitlicher Zugriff – alle Mitarbeitenden weltweit greifen auf dieselbe geprüfte Bildquelle zu.
Fazit
Die Erkenntnisse aus dem Webinar sind aktueller denn je: Unternehmen müssen nicht nach dem nächsten neuen Tool suchen, sondern ihre bestehenden Systeme intelligent miteinander verknüpfen. Genau hier entscheidet sich, ob eine Digitalisierungsstrategie in der Praxis trägt – oder ob sie an Medienbrüchen und ineffizienten Prozessen scheitert. Wer seine Content- und Marketingprozesse zukunftsfähig machen will, sollte daher auf Integration statt Insellösungen setzen. Nur so lässt sich das volle Potenzial von Digital Asset Management ausschöpfen – effizient, konsistent und markenstark.